Interaktiver Studienbesuch | Geschlechtersensible Schulen in Österreich und Tschechien

16. - 22. September 2017 in Österreich
18. - 24. Oktober 2017 in Tschechien

Wann: 16. - 22. September 2017 in Wien / Österreich (7-Tagesprogramm); 18. - 24. Oktober 2017 in Brno, Prag, Česká Lípa / Tschechien (7-Tagesprogramm)
Wer:
5 Teilnehmer*innen aus Österreich und 5 Teilnehmer*innen aus Tschechien
Wo:
Wien, Brno, Prag, Česká Lípa

NESEHNUTÍ und POIKA, zwei NGOs, die im Bereich Gender und Unterricht/Erziehung in CZ und AT tätig sind, veranstalten gemeinsam einen interaktiven Studienbesuch, um Wissen auszutauschen, best practice Beispiele vorzustellen, voneinander im internationalen Kontext zu lernen und länderübergreifend geschlechtersensiblen Unterricht und Erziehung zu fördern.  

Der Studienbesuch richtet sich an Personen, die im Bereich schulischer und außerschulischer Kinder- und Jugendarbeit tätig sind, an der Weiterentwicklung von geschlechtersensiblen Methoden und Unterrichtsbehelfen arbeiten oder interessiert sind, und an Interessierte im Bereich Gender, Schule und Jugendarbeit.

Das Programm beinhaltet praktische Workshops, Diskussionen, Treffen mit ausgewählten stakeholders und Einrichtungsbesuche (Schulen, NGOs, Institutionen). Die Arbeitssprachen des Studienbesuches sind erster Linie Englisch, aber auch Deutsch und Tschechisch.

Ziele:

  • Wissen teilen und erwerben in Bezug auf geschlechtersensible Methoden, Beispiele und Zugänge in Tschechien und Österreich

  • Aufbau neuer Kooperationen und Plattformen zur Vernetzung der Teilnehmer*innen und Personen, die in den jeweiligen Ländern im Bereich Gender, Schule und Erziehung tätig sind

  • Diskutieren von Herausforderungen und möglichen Veränderungen und Richtungen innerhalb der Debatte um geschlechtersensiblen Unterricht und Erziehung mit relevanten Akteur*innen in Ministerien, Stadtverwaltungen, Universitäten, NGOS u.a.

 

Projektbeschreibung:

Die Kategorie Gender/Geschlecht durchzieht alle Bereiche unseres Leben. Schule, Erziehung und Unterricht kommt hierbei eine besondere Rolle in Bezug auf die Herstellung von Geschlecht für Mädchen* und Burschen* zu, da Lehrer*innen, Jugendarbeiter*innen und Vortragende eigene Geschlechterbilder mitbringen und es leicht geschehen kann, dass es dadurch zur Verfestigung von Stereotypen kommen kann. Die Organisation von Schule z.B. die Einteilung in ”mädchen- und bubentypische” Fächer kann ebenso, wenn diese unreflektiert durchgeführt wird, zur Einengung von Mädchen* und Burschen* führen. Darüber hinaus wird Transgenderpersonen durch die starre Zweiteilung in Mädchen- und Burschengruppen z.B. im Turnunterricht die Möglichkeit zur vollständigen Teilnahme verwehrt. Die Schule nimmt daher eine wichtige Rolle sowohl in Bezug auf die berufliche als auch persönliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ein. Der Schule, die Unterstützung für alle Kinder und Jugendlichen anbietet, kommt daher eine besonders wichtige Rolle zu, um Barrieren abzubauen und Geschlechtergerechtigkeit lebbar zu machen.