Der Verein

Hintergrund der Entstehung des Vereins ist der Umstand, dass der Bedarf und die Auseinandersetzung
mit gendersensibler Bubenarbeit immer mehr in den Fokus schulischer und außerschulischer Arbeit tritt.
Die Förderung von Mädchen ist ein wichtiger Fortschritt in der Gleichstellungspolitik. Gleichzeitig müssen
Buben und Männer sich zunehmend einer ebenso notwendigen Emanzipation von Männlichkeitsbildern
stellen.

2008 wurde Poika (Verein zur Förderung von gendersensibler Bubenarbeit in Erziehung und Unterricht)
gegründet. Der Name kommt aus der finnischen Sprache und bedeutet sowohl Junge wie auch Sohn.

Poika steht für die Auseinandersetzung mit der männlichen Entwicklung und der begleitenden
Sozialisation als Bub, Sohn und einer möglichen Vaterschaft.

 

Themen der Bubenarbeit

Innerhalb dieses Prozesses sind insbesondere folgende Schwerpunkte relevant:

  • männliche Identitäten und ihre Spielräume
  • Väterlichkeit, Vater werden
  • Körperlichkeit,
  • Sexualität,
  • Gesundheit,
  • Berufs- und Lebensplanung,
  • Dominanz- und Gewaltverhalten,
  • Homophobie und Übergangsgestaltung.

 

Ziele und Aufgaben von Gendersensibler Bubenarbeit

  • eine pädagogische Begleitung bei der Entwicklung von Buben und jungen Männern zu emotional lebendigen, sozial- und selbstverantwortlichen Persönlichkeiten,
  • Buben erfahren Begleitung beim Ausprobieren und Erlernen neuer Verhaltensweisen mit dem Zweck der Erweiterung von Männlichkeitsentwürfen,
  • Buben und Bubenarbeiter setzen sich mit dem jeweiligen individuellen Verständnis vom Bub- und Mann-Sein auseinander,
  • männliches Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl und Selbstachtung, welches nicht auf Abwertung von Anderen basiert, ist gestärkt,
  • Buben erfahren bei ihrer eigenen Planung realistischer Lebensziele Unterstützung,
  • gewaltfreie Konfliktlösungs- und Kommunikationsstrategien werden entwickelt und umgesetzt,
  • Gleichberechtigung der Geschlechter und Formen des geschlechterdemokratischen Umgangs und Zusammenlebens werden konstruktiv ausverhandelt

 

 

Credit: Milena Krobath